Singapur 2024 - Modernes, lebendiges Asien

Das Panorama von Singapurs Bayfront von der Promenade aus
Das Panorama von Singapurs Bayfront von der Promenade aus

Singapur wird oft für einige Tage stopover nach Bali, Australien oder andere weiter entfernte Ziele genutzt, seltener für einen eigenen Urlaub. Was aber auch daran liegt, dass einige Tage völlig ausreichen, um sich die schönsten Sachen anzuschauen.

Nach einer knappen Woche in dem kleinen Stadtstaat bin ich wirklich überrascht, wieviel faszinierendes man hier erleben kann. Gesamtfazit: Erlebnisreich, vielseitig aber dennoch; man sollte sich aber darauf einstellen, dass fast alles in Singapur irgendwie "künstlich" bzw. für teures Geld angelegt wirkt und wahrscheinlich auch ist. Die Stadt ist ein Schmelztiegel der Kulturen Asiens und des Westens und das durchaus mit einer Tradition. Aber etwas eigenes, prägendes hat mir letzten Endes doch irgendwie gefehlt.

Für einen ersten Eindruck von der Stadt aus der Vogelperspektive eignen sich bspw. folgende Viewpoints und Roundtrips:

  • Marina Bay Sands Sky Observation Deck (MRT Station Bayfront, dann der Beschilderung folgen bis Tower 3 des Hotels): Das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt und mit 200m Höhe ein super Aussichtspunkt in alle Richtungen. Tickets gibts für ca. 25 Euro online oder vor Ort.
  • Bayfront Promenade und Singapore Flyer: (MRT Station Promenade): die Promenade ggü. dem Ticketschalter bietet ein schönes Panorama der gesamten Bayfront. Der Singapore Flyer selbst, das große Riesenrad, eröffnet für ca. 30 Euro einen Rundumblick über ganz Singapur.
  • Helix-Bridge: (MRT Station Bayfront oder Promenade). Die futuristisch anmutende Metallbrücke, nachgebildet der menschlichen DNA, verbindet die Halbinsel der Marina Bay Shopping Mall / Museum ArtScience mit dem Festland um die Esplanade / Singapore Flyer.
  • Rooftopbar Southbridge: (MRT Station Clarke Quay, dann bis zur Ecke Boat Quay / Elgin-Bridge laufen). Die Bar ist teuer, hat aber v.a. bei Nacht wirklich Stil; mit atemberaubendem Blick über den Financial District, Marina Bay Sands bis zum Clarke Quay auf der anderen Seite.
  • Singapur Rivercruise mit dem Boot ab bspw. Clarke Quay (siehe hier).
  • Hop on Hop off Bustour: Bigbustours bietet 2 Linien (red, yellow), welche die bekanntesten Sehenswürdigkeiten abfahren.

Taucht man tiefer nach Singapur ein, so sind das für mich einige der schönsten Sehenswürdigkeiten die man sich anschauen sollte:

  • Bayfront mit Marina Bay Sands, Gardens by the Bay, Helix-Bridge, ArtScience Museum etc.
  • Die verschiedenen Stadtviertel: Chinatown, Kampong Glam, Clarke Quay und Boat Quay, Little India
  • Singapur bei Nacht - Die Stadt nochmal ganz anders erleben; insbesondere die Lightshow der Gardens by the Bay.
  • Die Freizeitinsel Sentosa Island, die neben vielen Attraktionen auch drei Strände hat.
  • Wer möchte kann die umliegende Inselwelt erkunden: Pulau Ubin oder, wofür ich leider keine Zeit mehr hatte, die südlichen Inseln Sisters Island, St. John, Lazarus Island und Kusu Island vom Fährhafen am South Pier aus
  • Berichten zufolge ebenfalls zu empfehlen, aber nicht selbst gemacht: ein Ausflug in den McRitchie Nationalpark mit dem "Tree Top Walk", einer Hängebrücke über den Regenwald (MRT Station Marymount bzw. Busstation Flame Tree Pk nur für den Tree top walk)

Eine Auflistung meiner Kosten für 1 Woche Singapur findet Ihr hier.

Ein Special zum Essen in Singapur muss allerdings auch sein. Hier gibt es ebenfalls viel zu entdecken, aber auch zu beachten.


Praktische Tips zu Transport, Internet, Kosten usw.

  • Wie kommt man vom Flughafen Changi in die Stadt: Die Taxifahrt dauert ca. 30 Min. und kostet 25 - 35 Euro; GRAB kostet ca.20 Euro; die U-Bahn ist mit 1,50 Euro die günstigste, aber mit 50 Min. auch längste Variante.
  • Das U-Bahnnetz (MRT) ist günstig und gut ausgebaut, Busse gibt es ebenfalls. Für die Nutzung von beidem holt man sich am besten am Flughafen, den Ticketschaltern oder in vielen 7Eleven shops eine aufladbare Smartcard (EZ Link, NETS oder simply go). Alternativ kann man die eigene Kreditkarte nutzen, wenn sie fürs kontaktlose bezahlen freigeschaltet ist. Mit der Guthabenkarte erhält man allerdings ansehnliche Rabatte auf die einzelnen Fahrten. Daneben funktioniert GRAB, ist aber etwas teurer als in anderen asiatischen Ländern.
  • Wlan soll grossflächig öffentlich verfügbar sein; eine eigene App namens wireless@sgx sorgt für automatischen access. Ich habe mir allerdings direkt am Flughafen eine Touri-SiM geholt (etwas teurer als bspw.in Malaysia); mobiles Internet gibt es überall.
  • Spartips: Kostentreiber sind vor allem die Hotels. Hier kann man durch Abstriche am Standard und Lage gegensteuern (die Ubahn fährt sowieso überall hin). Beim Essen kann man bedenkenlos auf die Hawker-Center anstelle Restaurants zurückgreifen. U-Bahnfahrten mit der Kreditkarte bezahlen ist zwar praktisch, aber teuer: die o.g. Guthabenkarte rabattiert die Fahrten um 30 bis 40%.
  • Persönlicher Tip: da Strände in Singapur eher rar sind und die Stadt nach ein paar Tagen auch etwas anstrengen kann, würde ich beim nächsten Mal ein Hotel mit Pool wählen, einfach um zwischendurch ein bischen zu relaxen.
  • Stadtviertel zum wohnen (zentral, Kosten): Chinatown, Bugis, Clarke Quay,  Orchard Road

Bayfront

Wie kommt man hin: MRT Station Bayfront (bspw. mit der blauen Downtown Line) und den Beschilderungen folgen. Alternativ: MRT Station Promenade und vom Festland im Bereich Esplanade/ Singapore Flyer über die Helix-Bridge in Richtung Marina Bay Sands.

Marina Bay Sands Hotel und die Gardens by the Bay liegen direkt beieinander. Die restliche Bayfront wird durch den Financial District sowie Raffles Place gebildet und geht dann nach Süden in Clarke Quay und Boat Quay über. Auf der anderen Seite befindet sich die Bayfront-Promende mit dem Riesenrad Singapore Flyer und nebenbei mit einem tollen Panoramablick auf den gesamten Bereich! Die futuristische Helix-Bridge verbindet beide Bereiche.

Marina Bay Sands Hotel mit dem ArtScience Museum und dem Singapore Flyer im Hintergrund
Marina Bay Sands Hotel mit dem ArtScience Museum und dem Singapore Flyer im Hintergrund

Das Marina Bay Sands Hotel ist das inoffizielle Wahrzeichen von Singapur. Es ist nicht nur von fast überall aus zu sehen, sondern es repräsentiert auch den Erfolg und den Status des Landes. Es ist nicht nur ein Hotel, sondern eine ganze Anlage inkl. Casino, Shoppingmall mit eigener U-Bahnstation sowie (!) im Erdgeschoss einem kleinen Fluss mit Brücken die ein wenig an Venedig erinnern.

Als Touri steht man wahlweise staunend oder kopfschüttelnd vor diesem Bauwerk der Dekadenz:

Drei Tower mit zusammen über 2800 Zimmern. Das Schiff dass die Türme verbindet, ist länger als der Pariser Eiffelturm hoch ist und beherbergt einen Infinitypool, diverse Bars sowie eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform (Skypark Observation Deck).

Sagenhafte 5 Mrd. Euro soll der gesamte Komplex gekostet haben, Gewinn jedes Jahr 1 Mrd. Euro und 10.000 Bedienstete arbeiten angeblich hier.

 

Blick vom Sky Observation Deck des Hotels Richtung City
Blick vom Sky Observation Deck des Hotels Richtung City
Blick Richtung See und Gardens by the Bay
Blick Richtung See und Gardens by the Bay

Gardens by the Bay: Grundsätzlich kostenlos, nur die verschiedenen Attraktionen wie der Flower Dome, Floral Fantasy, Cloud Forest oder der Sky Walk kosten jeweils um die 10 Euro. Der OBSC Sky Walk ist auf jeden Fall zu empfehlen; man hat einen wunderschönen Blick auf die Gärten, die Bayfront, das Meer mit den vielen Handelsschiffen vor dem Hafen und das Marina Bay Sands. 


Besonderes Highland der Gardens: die Supertrees erstrahlen nachts in den schönsten Farben und jeweils um 19:45 und 20:45 Uhr wird das Lichterspiel durch eine klassische Rhapsody begleitet. Magisch und man fühlt sich ein bischen wie auf Pandora:

Die Helix-Bridge verbindet die Halbinsel auf der die Marina Bay Sands Shoppingmall und das ArtScience- Museum liegen, mit dem Festland. Die Brücke ist der Helix der menschlichen DNA nachempfungen und bietet durch ihr futuristisches Design und 4 kleine Aussichtsplattformen, tolle Fotomotive.

Helix-Bridge zwischen Marina Bay und Festland
Helix-Bridge zwischen Marina Bay und Festland

Stadtviertel - Chinatown, Little India, Kampong Glam, Clarke Quay und Boat Quay, Bugis, Holland Village

Einige der heutigen Stadtviertel Singapurs gingen bereits auf die Stadtplanung des Briten Thomas Stamford Raffles im 19. Jahrhundert zurück, der die Wohnbezirke der verschiedenen Volkgruppen entsprechend berücksichtigte. Die aus meiner Sicht sehenswertesten sind:

Chinatown: (MRT Station Chinatown Exit A und man ist mittendrin). Alternativ: MRT Station Maxell. Dort kommt man direkt am berühnten Buddah Tooth Relic Temple heraus, und nebenbei auch direkt beim leckeren Maxell Hawker Food Court. Chinatown hat mir kulinarisch und kulturell von allen Stadtvierteln am besten gefallen:

Der Buddah Tooth Relic Temple am Anfang mit vielen quirligen Gassen dahinter
Der Buddah Tooth Relic Temple am Anfang mit vielen quirligen Gassen dahinter
Traditionelle Wandmalereien
Traditionelle Wandmalereien

Kampong Glam mit der arabisch- und  malaischstämmigen Bevölkerung: (MRT Station Bugis, Exit B). Die Arab Street mit der Sultan Moschee ist farbenfroh und schön anzuschauen, jedoch auch relativ klein. Dennoch hat sich Kampong Glam zu einem echten Szeneviertel entwickelt und ein Besuch ist auf jeden Fall Pflicht:

Der farbenfrohe Eingang zur Arab Street
Der farbenfrohe Eingang zur Arab Street
Die Sultan-Moschee in Kampong Glam
Die Sultan-Moschee in Kampong Glam

Little India: (MRT Little India Exit C). Little India ist ebenfalls klein, und hat mit von allen Vierteln am wenigsten gefallen. Es ist dort auch relativ schmutzig und die typisch indischen Gerüche und das Gewusel muss man eben mögen:

Clarke Quay / Boat Quay: (MRT Station Clarke Quay und dann entweder auf der gleichen Flusseite (Boat Quay) bleiben oder über die Brücke zum Clarke Quay). An letzterem liegt auch der Ticketcounter für die Singapore River Cruise. Diese dauert ca. 40 Minuten, kostet 28 SGN Dollar (ca. 20 Euro) und man kann vom Wasser aus den Financial District, die Bayfront inkl. Marina Bay Sands, Raffles Place und vieles mehr sehen. Empfehlenswert bei Nacht ist auf jeden Fall ein Cocktail in der Rooftopbar Southbridge am Anfang des Boat Quay: die Kulisse ist die teuren Preise schon wert.

Partyviertel Clarke Quay mit Bootsanleger für die Singapore River Cruise
Partyviertel Clarke Quay mit Bootsanleger für die Singapore River Cruise
Boat Quay mit der Southbridge-Rooftopbar mitte-links
Boat Quay mit der Southbridge-Rooftopbar mitte-links

Holland Village: (MRT Station Holland Village, Exit B oder C). Nettes Ausgehviertel mit vielen Expaths. Entsprechend gibt es dort Irische Pubs, Italienische Cafes und sogar ein deutsches Restaurant, oder eine schweizer Metzgerei:

Bugis (MRT Station Bencoolen oder Bugis): Bugis liegt recht zentral und damit strategisch günstig zum wohnen (weil fußläufig oder mit wenigen U-Bahnstationen erreichbar) nahe Chinatown, Bayfront und Kampong Glam. Bugis selbst ist sehr gepflegt, man kann dort gut essen und im Bereich naher der Uni auch ausgehen, und die Hotels sind nicht ganz so teuer.

Strände und Freizeitspass auf Sentosa Island

Sentosa Island ist ein künstlich angelegter Freizeit- bzw Vergnügungspark im Süden Singapurs, inkl.dreier Strände, deren Sand aus Malaysia importiert wurde. Sentosa ist vollgestopft mit Attraktionen für gross und klein, wie einer Art Disneyland (Universal Park), Bungeejumping, Achterbahnen, Airflying sowie allerlei Foodtrucks und den drei Stränden:

  • Siloso Beach
  • Palawan Beach
  • Tajong Beach

Wie kommt man dorthin? Man steigt am besten an der Endhaltestelle der MRT Harbourfront aus. Die Metro endet in der Lobby einer Shoppingmall, von der aus es grundsätzlich 3 Wege nach Sentosa gibt (Nr. 4 wäre das Auto oder Taxi):

  • Laufen über die Brücke
  • Cable Car (recht teuer, ca. 30 Euro pro Person), aber spektakulärer Blick
  • Sentosa Express, eine Art Zug der für hin- und zurück moderate 3 Euro kostet. Der Zug hat auf Sentosa 3 Stationen, die letzte sind die Strände, die man entlang des Palawan Beach Walk erkunden kann.

Insgesamt lässt sich sagen, dass zum einen alle Aktivitäten auf Sentosa sehr teuer sind, auch die Preise für die Liegen und Verpflegung in den Beachclubs der Strände sind gesalzen. Zum anderen wirkt alles sehr künstlich und angelegt (was es ja auch ist), so dass tropisches Strandfeeling nicht so richtig aufkommen mag. Zudem ist baden schwierig, da die Wasserqualität wegen den anliegenden Hafens eher mittelmässig ist.

Allerdings kostet die Insel selbst erstmal keinen Eintritt, so dass man seine Ausgaben selbst steuern kann. An den Stränden kann man sich auch ganz umsonst unter eine Palme liegen und sich in einem der Supermärkte mit allem versorgen was man braucht. Insbesondere der Palawan Beach eignet sich super dazu; er kommt auch am nächsten an das heran was man als tropischen Strand bezeichnen würde:

Der Strand ist langgezogen, man hat abseits des teuren Twelve Beachclubs viele kostenlose Liegebereiche mit Palmen und sogar Schaukeln. Geht man über Hängebrücke auf die kleine Insel gegenüber befindet man sich am südlichsten Punkt Kontinentalasiens und hat ausserdem mit den Aussichtstürmen sehr schöne Blicke auf das Meer und die Strände.

Palawan Beach mit kleiner vorgelagerter Insel und...
Palawan Beach mit kleiner vorgelagerter Insel und...
...dem südlichsten Punkt Kontinentalasiens
...dem südlichsten Punkt Kontinentalasiens
Hafen und Handelsschiffe direkt nebenan
Hafen und Handelsschiffe direkt nebenan

Südliche Inseln - Pulau Ubin

Von den 4 südlichen Inseln ist Pulau Ubin am nächsten zum Festland gelegen und wird von Einheimischen wie Touristen gerne als grüne Zuflucht vor dem hektischen Alltag in der Stadt besucht.

Man gelangt per Boot dorthin (Fähre wäre zuviel gesagt..), welches am Changi Point Ferry Terminal oberhalb des Flughafens an- und ablegt. Die Anfahrt dorthin ist per GRAB am besten, da es keine Ubahnstation in der Nähe gibt und man mit der Kombi U-Bahn + Bus aus der Stadt doch recht lang unterwegs wäre. Die Überfahrt selbst dauert nur 15 Minuten und kosten ca. 3 Euro einfach. Fahrpläne gibt es nicht, man fährt einfach los wenn genügend Gäste da sind.

Schon beim Aussteigen merkt man dass auf Pulau Ubin die Uhren angenehm langsamer ticken. Die Insel ist wunderbar grün, mit gut ausgebauten Wegen und Hikingtrails, einigen Viewpoints und durch ihre geringe Ausdehnung von knapp 2 mal 8 km kann man dort bequem wandern oder Rad fahren. Letzteres kann man für ca. 13 Euro im kleinen Dorf um die Anlegestelle herum ausleihen, wo sich auch einige Läden und Restaurants befinden. Sehr schön anzuschauen, aber auch hier fehlte mir einfach die unberührte Natur der Nationalparks bspw. von Borneo oder Sri Lanka.

Ankunft am Bootsanleger
Ankunft am Bootsanleger
Kleines Dorf am Bootsanleger
Kleines Dorf am Bootsanleger
Schöne grüne Natur
Schöne grüne Natur

Singapur bei Nacht

Wer die Stadt tagsüber erkundet hat, sollte zu den schönsten Orten nochmal abends oder nachts zurückkommen. Singapur zeigt sich dann nochmal von einer komplett anderen, faszinierenden Seite. Klare Empfehlung wäre auch, nachts einen Singapore Sling in einer der zugegebenermassen teuren Rooftop-Bars der Stadt zu nehmen. Mir hat das Panorama der Southbridge-Bar am Anfang des Boat Quay gut gefallen.

Das mächtige Marina Bay Sands, der Singapore Flyer oder die Gardens by the Bay erstrahlen in hellem Licht und schillernden Farben. Besonders die Gardens by the Bay bieten, wie schon obenbeschrieben, bei Dunkelheit ein echtes Erlebnis: die Supertrees werden in verschiedenen Farben beleuchtet und jeweils um 19:45 und 20:45 wird das Farbenspiel mit einer klassischen Rhapsody unterlegt.


Special: Essen in Singapur

Essen spielt in Singapur eine bedeutende Rolle und ist allgegenwärtig: durch die kulturelle Vielfalt findet man die gesamte Küche Asiens abgebildet. Dazu gibt es Essen an nahezu jeder Ecke: bei den normalen Restaurants ist von mittel- zu beliebig teuer alles vertreten. Wer aber gut und günstig essen möchte, kommt ab den tausenden Hawker-Centern (Foodcourts) kaum vorbei. Ursprünglich für die Arbeiter in Singapur als erschwingliche Essensmöglichkeit geschaffen, geht inzwischen vom Büroangestellten in der Mittagspause bis zum Touristen jeder dort essen. Preise je nach Menge um die 3 bis 6 Euro pro Gericht.

Maxwell-Hawker Center in Chinatown
Maxwell-Hawker Center in Chinatown
Foodcourt in der Harbourfront-Shoppingmall
Foodcourt in der Harbourfront-Shoppingmall

Da die Hygienestandards in Singapur sehr hoch sind, kann man bedenkenlos dort und eigentlich überall essen. Ebenso lässt sich das Wasser aus dem Hahn gefahrlos trinken, den leichten Chlorgeschmack filtern die Wasserspender die in vielen Hotelzimmern stehen, restlos raus. Unterwegs finden sich immer wieder öffentliche Wasserspender um seine Flasche aufzufüllen. Abgefüllte  Flaschenwasser ist hingegen recht teuer.

Zum Thema Frühstück: die meisten Hotels bieten keines an bzw.wenn dann eher ein dürftiges. Auch hier bevorzugen die meisten auswärtige Lösungen:

  • bspw. die Toast-Boxen mit dem berühmten Kayatoast (ein Toastsandwich, welches mit 2 halbrohen Eiern und einer Tasse heissem oder kalten Kopicoffee serviert wird)
  • Cafes mit westlichem Frühstück oder
  • besagte Hawkercenter für ein traditionelleres Frühstück (=das selbe Mittags oder am Abend).
Kaya-Toast und Laksa zum Frühstück
Kaya-Toast und Laksa zum Frühstück

Kosten für 1 Woche Singapur (1 Person, Stand Mai 2024)

  • Direktflug Frankfurt am Main: 850
  • (Sitzplatzreservierung Flüge freiwillig: 50)
  • Hotel Gin Bugis 6 Nächte (Einzelzimmer ohne Verpflegung) 724
  • Flixbus von / zum Flughafen in Dt.: 30
  • Vor Ort (Transport, SiM Karte, Eintritte, Essen, Trinken usw.) 580
  • Summe 2234