Meine Reiseroute durch Costa Rica:
San Jose - Cahuita und Puerto Viejo - Tortuguero - Monteverde - Sarapiqui - La Fortuna / Vulcano Arenal - Guanacaste - Montezuma
Das kleine mittelamerikanische Land Costa Rica grenzt im Norden an Nicagarua und im Süden an Panama. Daneben hat es eine karibische und eine pazifische Seite, die sich hinsichtlich des Klimas und auch kulturell unterscheiden. Während es im karibischen Raum ein typisch tropische humides Klima herrscht, ist es an der Pazifikküste eher trockener und heiss. Im Hochland und um die Hauptstadt San Jose ist es gemäßigter und kann nachts auch mal kühler werden. Mit beiden Reisen 2009 und 2026 haben wir das kleine Land recht gut erkundet. Im Vergleich erscheint es 2026 deutlich touristischer und auch etwas teurer (Preise etwa wie in Deutschland), hat jedoch seine Nationalparks und Natürlichkeit dennoch voll bewahrt.
Christopher Columbus nannte das Land Costa Rica (reiche Küste) nach dem ersten was ihm beim Anblick der neuen Welt durch den Kopf ging. Das kann ich nur bestätigen, denn Costa Rica ist vor allem eines ein echtes Naturparadies, das in dieser Vielfalt auch vom Nachbarland Panama und weiter nördlich von Guatamela nicht ganz erreicht wird. Meeres- und Landschildkröten, Krokodile, Affen, Faultiere, Nasenbären, Tucane und zahlreiche Froscharten sind mir auf der Reise zuhauf begegnet. Die Reise zwischen den Küsten des Landes zeigt die Vielfalt der Landschaft: Dichte und wünderschöne Regenwälder auf der karibische Seite werden im Landesinneren durch Seen, Berge, Vulkane und trockenere Wälder abgelöst, um Richtung Pazifik wieder in grüne Regenwälder überzugehen. Costa Rica lässt sich mit dem Motto der Einheimischen in zwei Worten beschreiben: Pura Vida!
Costa Rica tut sehr viel dass diese Artenvielfalt und deren natürliche Umgebung erhalten bleiben. So reguliert das Land den Bau von Hotelanlagen sehr sorgsam und ist Vorreiter in der Erzeugung von Strom aus Biomassekraftwerken. Man merkt es auch bei den Einheimischen, von denen sich viele in Naturschutzprojekten, bspw. für Meereschildkröten an der Karibikküste engagieren.
Das Land ist für mittelamerikanische Verhältnisse recht sicher. In der Hauptstadt San Jose sollte man aber nachts auf sich aufpassen und möglichst nicht zu Fuss unterwegs sein.
Die Fortbewegung im Land haben wir hauptsächlich mit vorab online gebuchten shuttles der Unternehmen Interbus und Caribeshuttle gemacht; beide sind zuverlässig und bietet door to door service. Alternative shuttleservices gibt es einige und auch der Mietwagen ist dank gut ausgebauter Straßen eine gute Option. Wer sich auskennt, kann auch auf die öffentlichen Busse zurückgreifen. Diese sind deutlich günstiger, es gibt aber kaum verlässliche Fahrpläne und man kauft die tickets auch oft vor Ort. Für kleinere Strecken ist neben dem Taxi auch UBER mittlweile fast überall (außer bspw. in Monteverde) gut etabliert.
Dieser hat mich neben den Regenwäldern von Cahuita am meisten beeindruckt, spiegelt er doch die Fülle der Tierwelt und auch die Naturbelassenheit weiterer Gebiete Costa Ricas besonders wieder. Man komm nur mit dem Boot in den Park und den Unterkünften sowie zu dem kleinen gleichnamigen Dorf. Das Gebiet ist etwas über 300 qkm groß und ein Schutzgebiet für zahlreiche Tierarten, insbesondere Meeresschildkröten, die in der Zeit von Juli bis November an den Stränden brüten. Das Dschungelgebiet ist von zahlreichen Flussläufen durchzogen; die Strandseite ist mehr oder weniger wilde Küste und ein Brutplatz von Meeresschildkröten:
Monteverde liegt nur wenige km Luftlinie von La Fortuna entfernt. Die Fahrt dorthin dauert allerdings wegen dem Berg den man umfahren muss, dennoch mindestens 2 Stunden. Die Temperaturen sind ähnlich kühl und angenehm.
Das Gebiet ist bekannt für seine Nebelwälder, die touristisch gut erschlossen sind. Wohnen kann man gut in Monteverde selbst oder im kleinen Ort Santa Elena. Von beiden erreicht man die Hauptattraktionen der Gegend gut und schnell:
"Cahuita is niiice!" sagte mein Guide Richard immer wieder und er hatte damit an jeder Stelle Recht. Karibisches Flair mit dichten, wunderschönen Regenwäldern, die an wilden Küsten enden. Dazu eine reichhaltige Tierwelt wie überall in Costa Rica, machen den Cahuita Nationalpark zu einem Naturerlebnis erster Güte.
Der Nationalpark hat 2 Eingänge: einmal im Ort Cahuita selbst (Haupteingang) und etwas weiter entfernt Richtung Puerto Viejo. Der Park kostet keinen Eintritt (freiwillige Spende gerne genommen) und ist gut ausgebaut. Man kann dort nahezu überall vom Hauptweg aus an den Strand und schön baden. Die unmittelbare Lage am Meer ist einzigartig schön. Sonst bietet er Regenwald satt mit Faultieren, Affen, Schlangen und vielem mehr..
Puerto Viejo ist ein kleines Dorf, das nur wenige Autominuten in der Nähe von Cahuita liegt und oft als Ausgangspunkt für Fahrten dorthin genutzt wird. Es liegt direkt am Meer und man kann es sich dort nach anstrengenden Touren gut gehen lassen. Die Strände dort, bspw. der Playa de Cocles, am Ortsausgang Richtung Limon, ist wirklich schön und bietet entspannte Reaggae-Vibes sowie tolle Surfwellen:
So, die Karibikküste Costa Ricas hatte die Messlatte ziemlich hoch gelegt, so dass ich voller Vorfreude ins Landesinnere Richtung Pazifik aufbrach. Station machte ich zunächst 2 Tage zum chillen ins Waldgebiet um Sarapiqui in eine tolle Lodge direkt am Fluss.
Auf der Fahrt anschliessenden weiter gen Pazifik gab es eine Menge zu sehen, neben Faultieren und Nasenbären war es vor allem der Lago Arenal und der gleichnamige Vulkan:

Angekommen in La Fortuna in den Bergen, sollte sich der Blick auf den Arenal etwas bessern; aber auch hier muss man Glück haben: Die Wolken sind hoch oben in den Bergen einfach allgegenwärtig.
La Fortuna ist vergleichsweise touristisch, was die Organisation von Touren aber vereinfacht. Diese lohnen sich, denn die Wälder um La Fortuna sind schön grün mit reichhaltiger Tier- und Pflanzenwelt. Die höhere Lage führt zwar zu mehr Regen, aber auch niedrigeren Temperaturen als an den Küsten. In La Fortuna kann man also bspw.:
Eine Hotelempfehlung fürLa Fortuna wäre die Arenal Xiapalo Lodge: Sie liegt am Ortsrand (aber fußläufig in den Kern), ist umgeben von schönem Regenwald, bietet einen tillen Blick auf den Arenal undschon beim Frühstück lassen sich die ersten Tiere beobachten.
Neben diversen Nationalparks, die gut mit dem Auto erreichbar und touristisch ausgebaut sind, ist ein guter, einfacher Einstiegspunkt für die nähere Umgebung bspw. die Arenal Observatory Lodge, ca. 20 Autominuten von La Fortuna entfernt. Man kauft am Eingang für 40 US (Stand 2026) ein Tagesticket und kann dafür die um die Lodge angelegten Wanderwege mit schönem Regenwald, Wasserfällen usw. nutzen, ein Mittagessen einnehmen und als Bonus liegt die Lodge direkt am Fuß des Arenal Vulkan mit bestem Blick auf den Lago Arenal:
An der Pazifikküste habe ich 2009 seinerzeit die letzten Tage am Meer verbracht. Nachdem die Reise vorher wirkliche reichhaltig, vielfältig, aber auch anstrengend war, sollten die letzten Tage in einem all-in-Hotel in der Provinz Guanacaste dem Cool-Down dienen.
Im Gegensatz zu den Hotels in Guanacaste liegt Montezuma auf der Nicoya-Halbinsel. Die meisten transfers dorthin nutzen aus Zeitgründen die Fähre von Puntarenas nach Paquera (ca. 2h). Bucht man einen transfer, so organisieren die Unternehmen alles, besorgen die Fährtickets und erläutern auch wie man auf die Fähre kommt und wie man den Folgetransfer auf der anderen Seite bekommt.
Die meisten Touristen ziehen weiter ins touristischere und größere Santa Teresa. Wir trafen uns allerdings zum runden Geburtstag einer Freundin im kleinen, aber sehr schönen Backpackerort Montezuma, direkt am Meer. Eine gute Wahl, denn hier drehen sich die Uhren langsamer, und man kann es hier wirklich aushalten. Der Strand direkt im Ort bietet Schattenplätze zum relaxen; die Strände etwas daneben sind wild und eigenn sich vor allem zum spazieren gehen.
Möchte man außer Strand, chillen und am Pool liegen noch mehr machen, so gibt es im Ort 2 Tourenanbieter, bspw. für Schnorchelausflüge zu den nahegelegenen Turtle Islands und vielem mehr. Achtung: Montezuma hat keinen ATM oder Bank, aber Kreditkarten funktionieren gut!